Wer sich ungern mit der Chemiekeule einlässt und auf mögliche Nebenwirkungen verzichten will, greift beim Mückenschutz gerne zu Hausmitteln. Doch wie gut funktionieren eigentlich Düfte gegen Mücken? Sind auch sie ein effektiver Mückenschutz? Finde hier heraus, welche Gerüche prima funktionieren und von welchen du lieber die Finger lässt.

Diese Düfte halten Mücken fern

Lavendelöl gegen Mücken

Lavendelöl hilft unter anderem sehr gut gegen Mücken!

Mücken werden unter anderem durch Gerüche angelockt. Das bedeutet, du kannst vieles richtig, aber auch einiges falsch machen, wenn du die Blutsauger durch gewisse Düfte von dir fern halten willst.

Weniger sinnvoll sind zum Beispiel Parfüms, starkes Deos oder Weichspüler – die ziehen Mücken sogar eher an! Dasselbe gilt für Schweißgerüche und Stinkesocken. Nur weil der Geruch intensiv ist, bedeutet das also noch lange keinen Mückenschutz.

Die Wahl der richtigen Gerüche ist also entscheidend. Die folgenden Düfte helfen dir aktiv gegen Mücken weiter:

  • Lavendel, Citronella, Zitronengras, Zeder, Lorbeer
  • Eukalyptus, Lemon, Teebaum, Neem
  • Rosmarin, Zimt, Weihrauch
  • Duftgeranie

Auch Nelkenöl hilft gegen Mücken – aber Achtung: Schwangere sollten aufgrund der wehen-fördernden Wirkung lieber darauf verzichten!

Duft-Tipps gegen Moskitos

Die Anwendungsform der Düfte ist entscheidend für die richtige Wirkung. Hier findest du gute Ideen, wie du diese Düfte gegen die lästigen Blutsauger einsetzen kannst:

Tipp 1: Räucherstäbchen

Mücken meiden Luftbewegungen und Rauch – so viel ist nachweislich sicher. Ventiltoren im Zimmer oder Lagerfeuer bei der nächsten Grillparty sind daher recht verlässliche Mückenschutz-Vorkehrungen. Doch nicht jeder hat seinen Garten oder Balkon gerne im ständigen Camping-Modus.

Räucherstäbchen sind daher ein beliebtes Mittel gegen Mücken. Du kannst aber auch beispielsweise getrocknete Salbeiblätter verreiben und in einer feuerfesten Schale anzünden – auch das vertreibt Mücken. Magst du es lieber einfacher, kannst du dir fertige Räucherstäbchen besorgen. Gute Qualität ist dabei entscheidend.

Tipp 2: Ätherische Öle

Räucherstäbchen gegen Mücken

Räucherstäbchen und ätherische Öle helfen gegen Mücken!

Auch ätherische Öle sind eine super Möglichkeit, um Mücken fernzuhalten. Du kannst sie entweder in einer Aromalampe verbrennen oder auf die Haut auftragen. Beachte dabei aber folgende Punkte:

  • Wenn du ätherische Öle direkt auf deiner Haut anwendest, solltest du sie vorher mit einem Trägeröl verdünnen. Die pure Anwendung kann deiner Gesundheit schaden! Passende Öle dafür wären:
  • Sesam-, Mandel-, Ringelblumen-, Olivenöl
  • Koksöl (wirkt nicht nur als Zusatz, sondern auch selbst)
  • Bei 50ml Trägeröl reichen 4 Tropfen an ätherischem Öl völlig aus. Diese Mischung trägst du dann auf Arme, Beine und evtl. auf deinen Hals auf.
  • Vorsicht bei Allergien: probiere das Öl vorher an einer kleinen Hautstelle aus – treten allergische Reaktionen auf, wie Rötungen, Jucken, Brennen oder sogar eine Schwellung, solltest du das Öl nicht verwenden. Bei Kindern und Säuglingen lieber darauf verzichten.
  • Beim Verdampfen von ätherischen Ölen gilt: viel ist nicht automatisch besser! Dir reichen schon 4 Tropfen bei einem Raum um die 20 m2. Auf keinen Fall solltest du den ganzen Tag lang Öle verdampfen mach schon nach 1-2 Stunden eine Duft-Pause.
  • Extratipp: Im Schlafzimmer kannst du Düfte vor dem Schlafengehen etwa eine Stunde lang anwenden – keinesfalls während du schläfst!
  • Auf Qualität achten: hochwertige ätherische Öle haben einen großen Vorteil gegenüber synthetischen Ölen – sie rufen weniger häufig Allergien hervor und sind ungefährlicher für die Gesundheit.

Du solltest aber generell in Gegenwart von Säuglingen auf ätherische Öle verzichten. Auch Haustiere, wie Hunde oder Katzen könnten empfindlich darauf reagieren.

Tipp 3: Pflanzenduft gegen Mücken

Tomatenpflanze

Eine Tomatenpflanze am Balkon oder Fensterbrett kann Wunder wirken!

Auch gewisse Pflanzen können Mücken erfolgreich abwehren, wie etwa:

  • Tomaten: Mücken verabscheuen den intensiven Tomatengeruch. Umso praktischer für dich – zeigen sich die Pflanzen, übergieße sie regelmäßig mit Kamillen- oder Schachtelhalmtee. Dann pflückst du die Blätter, schneidest sie klein und legst sie auf eine Untertasse. Die kannst du dann auf den Nachtisch und voila: kein lästiges Mückenschwirren mehr!
  • Sammetblume, Studentenblume: diese Pflanzen sehen hübsch aus und schrecken Mücken durch ihren speziellen Geruch ab. Doch Achtung: Schnecken finden den Geruch ganz toll – also Töpfe lieber hoch stellen.
  • Katzenminze: dieses Pflänzchen produziert das ätherische Öl Nepetalcton, das Mücken besser fernhalten kann als so manches Chemie-Mittel.
  • Walnussbaum: natürlich hat nicht jeder Platz für einen ganzen Walnussbaum. Doch schon frisch abgehackte Zweige am Balkon oder Fenster zeigen die gewünschte Wirkung.
  • Geranien: diese liebliche Topfpflanze hat ganz schön Power – schon bevor sie zu blühen beginnen, hält ihr Geruch lästige Mückenplagen fern!

Für welchen Anti-Mücken-Duft du dich auch entscheidest: feststeht, dass gewisse ätherische Düfte – sei es als Räucherstäbchen, Öle oder Pflanzen – Mücken fernhalten können. Wie effektiv das funktioniert, ist noch nicht eindeutig festzustellen. Probiere am besten einfach ein paar Gerüche aus, die dir zusagen und genieße (hoffentlich) eine mückenfreie Zeit!

Gepostet von Gerald