Was tun, wenn sich ein Mückenstich entzündet?

Wenn die Schmerzen bei einem Mückenstich ungewohnt stark sind, könnte es sich um eine Entzündung handeln. Bei uns findest du heraus, wie die Symptome aussehen, und wie die Infektion überhaupt entsteht. Außerdem welche Folgen dich erwarten, und wie du einen entzündeten Mückenstich am besten behandeln kannst!

Inhalt:

Symptome einer Mückenstich-Entzündung

Gleich zu Beginn: Beobachte deine Mückenstiche, wenn möglich, immer genau. Wenn ein Mückenstich mehr schmerzt als sonst, oder wenn du andere ungewohnte Beschwerden hast, könnte das unter Umständen auf eine Entzündung hindeuten – und das wiederum kann gefährlich werden. Hier ein kleiner Überblick möglicher Symptome:

Oft sind die Symptome einer Allergie schwer von denen einer Entzündung zu unterscheiden. Reagierst du allergisch auf die Stiche, dann hast du eine stärkere Histaminreaktion.

Die Histaminausschüttung ist ja bekanntlich überhaupt für das Jucken verantwortlich. Eine Allergie kann im Falle sogar zu einem anaphylaktischen Schock führen, der tödlich sein kann.

In den allermeisten Fällen handelt es sich aber wohl um eine Entzündung. Kurzum: Der Stich fühlt sich viel schlimmer an, als Mückenstiche es normalerweise tun.

So kommt es zur Infektion bzw. Entzündung

Hauptsächlich kommt es zu einer Entzündung, weil du einfach nicht aufhören kannst, deinen Stich zu kratzen. Genau aus diesem Grund sind Kinder auch häufiger von entzündeten Insektenstichen betroffen, als Erwachsene.

Doch auch uns Großen kann das Jucken einfach tierisch auf die Nerven gehen – kein Wunder also, dass wir hin und wieder in einen Kratzwahn verfallen.

Doch genau hier liegt das große Übel: Das Kratzen verursacht offene Wunden, durch die Bakterien eindringen können. Die Folge: Der Stich entzündet sich!

Mückenstich Juckreiz
Bild: ©anetlanda – stock.adobe.com

Durch das Kratzen bieten wir den Wundkeimen einfach eine viel größere Angriffsfläche. Gerade an den Fingern und Händen haben wir schließlich eine Menge davon – wie zum Beispiel Streptokokken.

Mehr Kratzen bedeutet im Umkehrschluss also mehr Keime in der Wunde. Unser Körper reagiert dann damit, dass er Abwehr-Sekrete bildet, welche die Erreger von unserem System fernhalten sollen. Genau deshalb hast du mit den unangenehmen Symptomen zu kämpfen.

Entzündeter Mückenstichen: Folgen

Wenn du dich nun fragst, was außer den fiesen Schmerzen noch passieren kann, dann müssen wir dir leider eine etwas unheilvolle Antwort geben – denn ein entzündeter Mückenstich ist keine Kleinigkeit. Im Falle kann es zu folgenden Krankheitsbildern kommen:

Sollte es wirklich zu einer Blutvergiftung kommen, dann lassen sich Krankheitserreger in deinem Blut nachweisen. Bis hierhin hätten sie eigentlich niemals kommen dürfen. Meist sind das Bakterien – dein Körper reagiert dann mit einem erhöhten Puls, Fieber und auch einer geänderten Atmung.

Im Grunde hast du damit eine Infektion erlitten. Um dich zuerst mal zu beruhigen: Eine Blutvergiftung durch einen Insektenstich kommt sehr selten vor.

Tritt aber wirklich eine sogenannte Sepsis auf, dann ist damit nicht zu spaßen. Schon beim Verdacht auf eine Blutvergiftung nicht zögern: Ab ins Krankenhaus! 

Eine Sepsis bedeutet Lebensgefahr. Auch wenn du also denkst, mit so einer kleinen Entzündung wirst du schon fertig: Das ist der absolut falsche Weg!

Geh wirklich auf Nummer sicher und lass dich untersuchen! Man wird eine Blutuntersuchung durchführen und dann herausfinden, welche Behandlung am besten geeignet ist.

Meistens wird dabei Antibiotika eingesetzt. So werden die Bakterien an ihrer Vermehrung gehindert, oder aber gleich abgetötet – das kann dir das Leben retten.

Mückenstich-Entzündung verhindern

Hier findest du noch eine kurze Checkliste – mit diesen Tipps kämpfst du effektiv gegen den Juckreiz an – und verhinderst so einen entzündeten Mückenstich:

Tipp #1: Kühlen

Nervt dich ein Mückenstich, dann greif zu kalten feuchten Lappen, anstatt zu deinen Fingernägeln. Die Kühlung beruhigt deine Haut und schafft angenehme Linderung. 

Coolpacks oder Gels sind auch immer eine Möglichkeit. Auch gekühltes Fenistil Gel aus dem Kühlschrank klappt prima.

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Tipp #2: Versuche es mit Hausmittel

Probier es mal mit Salz oder Zucker: Einfach auf dem Stich verteilen. So kommst du der Histaminausschüttung zuvor. Funktioniert natürlich nur, wenn der Stich noch nicht juckt.

Tut er das bereits, dann helfen Zwiebeln, Zitronen oder Kartoffeln! Einfach das Lebensmittel halbieren, das dir zusagt, und auf den Stich drücken.

Wasser-Essig-Umschläge sind außerdem ebenso eine super natürliche Lösung gegen juckende Mückenstiche.

Tipp #3: Aloe Vera

Außerdem möchten wir dir noch den Saft der Aloe-Vera-Pflanze und die Blätter des Spitzwegerichs empfehlen. Es gibt sie auch als homöopathische Präparate, die du sicherlich in der Apotheke findest!

Aloe Vera bei Mückenstich
Aloe Vera kühlt und lindert den Juckreiz

Aloe Vera besitzt eine angenehm kühlende Wirkung und ist noch dazu ganz natürlich! Nicht selten ist man sogar im Besitz einer Zimmerpflanze und spart sich somit den Weg zur Apotheke! 😉

Tipp #4: Mückenstichheiler

Eine richtig geniale Erfindung, die wir absolut feiern. Hier findest du unsere Erfahrungen zum elektronischen bite away Stift – unseren absoluten Favoriten gegen beißende Mückenstiche! 😉

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Do's & Dont's bei einer Mückenstich-Entzündung

Ist die Entzündung schon passiert, dann solltest du die folgenden Tipps befolgen. Wichtig ist jedenfalls, dass du versuchst dich so wenig wie möglich zu kratzen und, dass du die Wunde nur mit desinfizierten Händen berührst!

– Nur nicht zu viel Kratzen: Auch wenn das Unheil schon geschehen ist: Es gilt weiterhin, nicht an der Wunde zu kratzen – das ist wirklich wichtig. Sonst wird die Entzündung noch schlimmer.

Mückenstich jucken

Warum jucken Mückenstiche?

Ein lästiger Mückenstich treibt dich in den Wahnsinn und du fragst dich, warum ein Stich so unerträglich juckt? In diesem Beitrag erfährst du, warum!

– Gründliche Reinigung & Desinfektion: Das Wichtigste ist jetzt eine gründliche Reinigung. Die Wunde mit Wasser abspülen, und wenn vorhanden, den Eiter herausdrücken. Danach noch einmal mit Wasser, Desinfektionsmitteln oder medizinischem Alkohol desinfizieren.

– Behandlung mit Zugsalben: Zugsalben wie Betaisodona, Leukichtan oder Ichtolan sind ideal. Vielleicht kennst du eine dieser übel-riechenden Salben ja schon. Fakt ist, sie helfen dabei, die Keime aus der Wunde zu ziehen – und dadurch werden auch deine Beschwerden gelindert!

– Keine Schmerzmittel anwenden: Typische Mittel wie Mexalen, Ibuprofen, oder etwa Parkemed wirken zu großflächig auf den Körper – der Stich befindet sich ja nur an dieser einen Stelle und sollte auch von dort ausgehend behandelt werden. Hier hast du eher mehr Nebenwirkungen als Linderung.

– Hausmittel ausprobieren: Auch bei einer Entzündung sind Zitrone, Zwiebel, Essig und C.o. noch super zuverlässig! Auch gekühlte Zahnpasta soll anscheinend helfen. Die darin enthaltenen ätherischen Öle sollen den Juckreiz lindern und eine kühlende Wirkung haben.

Titelbild: ©kanachaifoto – stock.adobe.com

Gerald Bacher

Gerald Bacher

Auf unseren vielen Reisen quer durch die Welt und zahlreichen unangenehmen Erfahrungen mit Moskitos, habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, lästigen Mücken den Kampf anzusagen! 🙂