An Sommertagen gibt es oft ein böses Erwachen. Überall juckt es und du hast das Gefühl, ein ganzer Mückenschwarm ist in der Nacht über dich hergefallen. Tatsächlich sitzt aber nur ein einzelnes Tier „vollgesaugt“ von deinem Blut an der Wand. Es stellt sich die Frage: Wie oft kann so eine Mücke eigentlich stechen?

Mücken stechen so oft zu, bis sie gesättigt sind

So oft stechen Mücken

Mücken stechen so oft zu, bis sie gesättigt sind

Grundsätzlich kann eine einzelne Mücke mehrmals zustechen. Es geht allerdings nur um die Weibchen, die das Blut brauchen, damit ihre Eier reifen können. Und dabei können sie dich ärgerlicherweise so oft stechen, bis sie genug Blut haben. Genauer holt sie sich pro Stich etwa fünf Milligramm Blut – das entspricht ziemlich genau dem Körpergewicht einer Mücke.

Bis sie wirklich „satt“ ist, kann sie Blut aufnehmen, dass bis zu dreimal so viel wiegt wie die Mücke selbst! Danach braucht sie erstmal ein paar Tage, um das Blut zu verdauen und bis dahin wird sie dich in der Regel auch erst mal in Ruhe lassen.

Wie lange braucht eine Mücke zum Stechen?

Wie du sicher aus eigener Erfahrung weißt, sind Mücken ziemlich schnell darin, ihren Rüssel unter deine Haut zu bringen. Wenn sie eine gute Stelle gefunden, kann sie auch gut und gerne mal zwei bis drei Minuten saugen, bis sie satt ist.

Das Tückische: meistens merkt man den Stich erst, wenn es zu spät ist. Es sei denn die Mücke landet direkt auf deinem Gesicht, wo du sie noch am ehesten wahrnehmen kannst.

Mücken stechen rund um die Uhr

Mücken haben keine bevorzugte Zeit, um sich den Bauch vollzuschlagen. Sie stechen immer dann, wenn sie gerade aktiv sind. In Deutschland kann man allerdings 50 verschiedene Arten der kleinen Vampire unterscheiden – und die haben nicht immer die gleichen Zeiten, in denen sie nach Blut suchen.

Mücken sind in der Dämmerung aktiv

Bevorzugt sind Moskitos in der Dämmerung aktiv

Überschwemmungsmücken beispielsweise, die man an Seen oder feuchten Gebieten findet, sind meistens tagsüber unterwegs.

Nerviges Summen in der Nacht

Auch wenn Mücken prinzipiell immer stechen können, wirst du sicher den Eindruck haben, dass sie am Abend und in der Nacht deutlich öfter zuschlagen als am Tag. Das liegt daran, dass dir zuhause eher die gemeinen Hausmücken auflauern. Diese verstecken sich tagsüber gern zum Verdauen und werden dann erst am Abend richtig aktiv.

Ab wann muss man mit den Blutsaugern rechnen?

Im Frühling geht es ab einer Temperatur von 10°C los, dass die Mücken aktiv werden. Überwinterte Eier brauchen nur ein paar Tage, um zu reifen und sobald eine Mücke geschlüpft und befruchtet wurde, geht sie auf die Jagd.

Wenn es im Herbst allerdings kühler wird, sterben die Männchen. Keine Männchen bedeutet keine Befruchtung und damit auch kein Bedarf an Blut. Du bist wieder für ein paar Monate sicher!

Die wichtigsten Infos nochmal zusammengefasst

  • Mücken stechen so oft zu, bis sie gesättigt sind
  • Die Mücke sticht sehr schnell zu und saugt dann bis zu drei Minuten lang
  • Es gibt keine einheitliche Zeit, in der sie aktiv sind – das hängt von der Art ab
  • Die Hausmücke ist abends und nachts auf Jagd, weshalb wir oft ein böses Erwachen erleben
  • Ab einer Temperatur von 10°C wird sie aktiv – bis es im Herbst zu kalt ist

Gepostet von Gerald