Die wichtigsten M├╝ckenarten im ├ťberblick

Gef├╝hlt ┬ágibt es M├╝cken wie Sand am Meer. In den heimischen Gefilden sind sie aber zum Gl├╝ck (meist) relativ harmlos, was das ├ťbertragen von┬áKrankheiten┬ábetrifft. Anders sieht es in Asien, S├╝damerika oder Afrika aus. Wir zeigen dir einen ersten┬á├ťberblick ├╝ber die wichtigsten M├╝ckenarten.

Inhalt:

Gef├Ąhrliche 'importierte' M├╝cken

Wie bereits eingangs erw├Ąhnt, sind die heimischen M├╝ckenarten vergleichsweise harmlos. Abgesehen von den juckenden Hautirritationen hat man meist nichts zu bef├╝rchten. Doch durch das Reisen in ferne L├Ąnder kommt es immer wieder vor, dass┬áneue M├╝ckenarten ÔÇ×importiertÔÇť┬áwerden.

Dies kann ganz einfach mit dem Reisegep├Ąck, in Flugzeugen oder auch auf Kreuzfahrtschiffen passieren. Aus diesem Grund gibt es mittlerweile auch in unseren Breitengraden verschiedene┬áexotische M├╝ckenarten:

Die asiatische Tigerm├╝cke

Sie wird mittlerweile regelm├Ą├čig im S├╝den Deutschlands gesichtet und ist leicht zu erkennen aufgrund ihrer wei├čen ÔÇ×StreifenÔÇť.

Diese M├╝ckenart ├╝bertr├Ągt┬áin ihrer Heimat, dem s├╝d- bzw. s├╝dostasiatischen Raum, Krankheiten wie den West-Nil-Virus, sowie das Chikungunya,- Gelb,- und Denguefieber. Auch die ├ťbertragung des Zika-Virus wird vermutet.

Sie passt sich schnell an neue Gegebenheiten an und auch der Klimawandel macht es ihr m├Âglich, neue Zonen zu erschlie├čen.

Tigerm├╝cke
Asiatische Tigerm├╝cke

Die asiatische Buschm├╝cke

├ähnlich wie die asiatische Tigerm├╝cke wurde auch sie nach Europa eingeschleppt. Sie stammt┬áurspr├╝nglich aus dem S├╝den Chinas, Japan und Korea. Auch sie ├╝bertr├Ągt das West-Nil-Virus, kann aber auch die gef├╝rchtete Gehirnhautentz├╝ndung verursachen.

Sie sieht der asiatischen Tigerm├╝cke sehr ├Ąhnlich, hat allerdings silbrig-wei├če ÔÇ×StreifenÔÇť am K├Ârper und an den Beinen. Charakteristisch ist au├čerdem die schwarze K├Ârperf├Ąrbung.

Die Gelbfiebermücke (Ägyptische Tigermücke)

Diese M├╝ckenart stammt┬áaus den Tropen und Subtropen. Sie ist relativ klein (3-4 Millimeter) und f├Ąllt mit ihren wei├čen Streifen und dem dunkel-gef├Ąrbten K├Ârper auf. In Europa ist die ├Ągyptische Tigerm├╝cke┬áam ehesten in S├╝dspanien, Griechenland und der T├╝rkei┬ázu finden.

Sie mag es also wesentlich w├Ąrmer. Als ├ťbertr├Ąger kommt die Gelbfieberm├╝cke f├╝r┬áfolgende Krankheiten┬áin Frage: Gelbfieber, Dengue-Fieber, Chikungunya-Fieber, Zika-Virus.

Heimische Stechm├╝cken

Bei den heimischen M├╝ckenarten┬áunterscheidet man Stechm├╝cken von nicht-stechenden M├╝cken. Zu den┬ástechenden Exemplaren┬áz├Ąhlen beispielsweise die folgenden Arten:

Die gemeine Stechm├╝cke (Culex Pipiens)

Die in Deutschland bekannte und┬áweitverbreitete Stechm├╝cke┬ágeh├Ârt zur Gattung der Culex-M├╝cken.

Stechm├╝cke
Stechm├╝cken sind in Deutschland weit verbreitet!

Sie ist in etwa 3 bis 5 Millimeter gro├č und hat einen dunkelbraun/wei├č geringelten Hinterleib.

Diese M├╝ckenart wird┬áauch als Hausm├╝cke bezeichnet, weil sie sich vorwiegend in besiedelten Zonen ansiedelt und sogar durch das ├ťbernachten in warmen Bauernh├Âfen vereinzelt in den kalten Monaten zu finden ist.

Wald-, Wiesen-, ├ťberschwemmungsm├╝cke

Diese M├╝ckenart f├╝hlt sich┬áin der N├Ąhe von Fl├╝ssen und Seen┬ásehr wohl und liebt typische ├ťberschwemmungszonen, in denen das Wasser steht. Sie ist vor allem in den Gebieten zu finden, in denen Hochwasser zur Tagesordnung z├Ąhlt.

Sie sieht der gemeinen Stechm├╝cke optisch sehr ├Ąhnlich und ├╝bertr├Ągt beispielsweise den Erreger, der f├╝r die Gehirnhautentz├╝ndung verantwortlich ist.

Die gro├če Hausm├╝cke (Ringelm├╝cke)

Diese heimische M├╝ckenart┬áist vergleichsweise gro├č (10-13 Millimeter). Charakteristisch ist der schwarzgraue K├Ârper, der helle Querverbindungen und wei├č-geringelte Beine aufweist.

Auch, wenn sie wesentlich gr├Â├čer ist, wird sie gerne f├Ąlschlicherweise mit der asiatischen Tigerm├╝cke verwechselt. Sie wird als Hausm├╝cke bezeichnet, weil sie┬ávorwiegend in bewohnten Gebieten zu finden┬áist. Die Hausm├╝cke ist unter anderem m├Âglicher ├ťbertr├Ąger des┬áTahyna-Virus.

Die Sandm├╝cke

Dank der globalen Erw├Ąrmung hat sich die Sandm├╝cke breitfl├Ąchig ausgebreitet. So ist sie unter anderem┬áin den Tropen, Subtropen, Asien, Amerika und Europa (Mittelmeer)┬ázu finden. Ihr Vorkommen wurde aber unter anderem auch schon in Deutschland, Belgien und ├ľsterreich best├Ątigt.

Die Kriebelm├╝cke

Diese M├╝ckenart ist verh├Ąltnism├Ą├čig klein und weist lediglich┬áeine K├Ârperl├Ąnge von ca. 2-6 Millimeter┬áauf. Man erkennt die Kriebelm├╝cke an ihrer r├Âtlich-gelben bis schwarzen F├Ąrbung ÔÇô sie┬á├Ąhnelt vom Aussehen eher einer Fliege.

Ihr Stich gilt als schmerzhaft und kann zudem allergieausl├Âsend sein. Nicht bei uns, aber in Afrika, kann die Kriebelm├╝cke ├ťbertr├Ąger des Fadenwurmes sein. Dieser Erreger kann zu Blindheit f├╝hren.

Die Bartm├╝cke

Sie ist auch als ÔÇ×GnitzeÔÇť bekannt und z├Ąhlt mit zu den┬ákleinsten M├╝ckenarten┬ámit einer K├Ârperl├Ąnge von nur 2 Millimetern. Charakteristisch sind der gew├Âlbte R├╝cken und die teils behaarten Fl├╝gel.

Warum auch immer, bevorzugen Gnitzen Hautstellen an den Kleidungsr├Ąndern. Sie gelten vor allem┬áabends und in der Nacht┬áals besonders stechlustig.

Nicht stechende heimische Moskitoarten

Die┬ánicht-stechenden M├╝ckenarten┬áern├Ąhren sich nicht vom menschlichen Blut und sind demnach┬áf├╝r den Menschen auch nicht gef├Ąhrlich. Trotzdem sind sie l├Ąstig und kommen in der Regel auch in einer gro├čen Zahl vor:

Die Zuckm├╝cke und die Winterm├╝cke

Die┬áZuckm├╝cke┬ákennt man vorwiegend vom Grillen oder Picknicken. Auch sie ist┬áhierzulande weitverbreitet, ist aber vergleichsweise harmlos. Da sie sich nicht vom menschlichen Blut ern├Ąhren, ├╝bertragen sie auch keine Krankheiten.

├ähnlich verh├Ąlt es sich mit der┬áWinterm├╝cke, die ihren Namen den Umstand verdankt, dass sie┬áauch die kalten Wintermonate ├╝bersteht.

Weitere nicht stechende M├╝ckenarten

Zu den┬ánicht-stechenden M├╝ckenarten┬áz├Ąhlen unter anderem auch die folgenden:

Grunds├Ątzlich ist von den in Deutschland beheimateten Moskito-Arten┬ákeine gro├če Gefahr f├╝r Menschen zu erwarten.

nichtstechende M├╝cken
Nichtstechende M├╝cken sind f├╝r Menschen keine Gefahr!

Abgesehen von den l├Ąstigen und juckenden Stichen, geht keine Gefahr in Form von gef├Ąhrlichen Krankheiten wie dem Gelbfieber, Zika-Virus oder gar┬áMalaria┬áaus.

Trotzdem sollte man sich ausreichend sch├╝tzen, denn l├Ąstig sind sie allemal. Auch bei den ÔÇ×importiertenÔÇť M├╝ckenarten konnten gef├Ąhrliche ├ťbertragungen bisher bei uns nicht nachgewiesen werden.

Die vorgestellte Liste stellt nur die bekanntesten Mückenarten und demnach nur einen Auszug dar!

Gerald Bacher

Gerald Bacher

Auf unseren vielen Reisen quer durch die Welt und zahlreichen unangenehmen Erfahrungen mit Moskitos, habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, l├Ąstigen M├╝cken den Kampf anzusagen! ­čÖé