Mückenstiche mit Hausmittel behandeln: wirksame Tipps gegen Insektenstiche

Moskitostiche sind nicht nur gefährlich, was das Übertragen von potenziellen Krankheiten betrifft, sondern auch noch extrem nervig! Der Juckreiz hält eine gefühlte Ewigkeit an und nachts macht man kaum ein Auge zu. Wir verraten dir die besten Hausmittel, mit denen du deine juckenden Mückenstiche effektiv behandeln kannst.

Warum ein Mückenstich überhaupt juckt

Mückenstich

Beim Mückenstich werden die Nervenzellen gereizt und es kommt zum Juckreiz.

Weibliche Stechmücken brauchen für die Produktion ihrer Eier jede Menge Proteine, die sie unter anderem im menschlichen Blut finden. Wirst du von der Mücke gestochen, schütten Immunzellen Histamin aus, um sich gegen die Fremdstoffe zur Wehr zu setzen.

Dadurch werden die umliegenden Nervenzellen gereizt und sie senden ein Signal ans Hirn, das schlussendlich den Juckreiz auslöst.

Abgesehen davon, führt Histamin zu einer Entzündung, wodurch Fremdstoffe abgebaut werden – durch diesen Prozess schwillt der Stich an.

Die Schwellung ist also eine Art Abwehrmechanismus deines Körpers, der dafür Sorge trägt, dass die giftigen Eiweiße im Speichel der Mücke sich nicht im Körper ausbreiten können.

Die besten Hausmittel bei Moskitostichen

Mückenstich Juckreiz

So schwer es auch fällt, kratzen ist die schlechteste Lösung bei Juckreiz!

Zugegeben, wer grundsätzlich gegen Homöopathie und Naturheilkunde eingestellt ist, wird bei den folgenden Tipps wahrscheinlich skeptisch sein. Aber, unserer Erfahrung nach, sind hier wirklich ein paar hilfreiche Tipps dabei.

Vor allem, wenn man keine geeignete Creme gegen Mückenstiche zur Hand hat, ist man um jeden Tipp gegen das lästige Jucken dankbar.

Übrigens, nicht alle Hausmittel wirken bei jedem gleich. Was bei mir Wunder wirkt, kann bei dir überhaupt keine Wirkung erzielen und umgekehrt.

Es lohnt sich also verschiedene Tipps auszuprobieren. Und noch ein Tipp: nicht kratzen, auch wenn es schwerfällt! Dadurch breitet sich das Gift nur noch großflächiger aus.

Tipp #1: der Saft der Aloe Vera Pflanze. Die Pflanze ist mittlerweile als Zierpflanze in vielen Wohnungen und Büros zu finden und bietet tolle Eigenschaften. Einfach ein Stück abschneiden und den Saft auf den Stich auftragen!

Tipp #2: Kühlen! Einfach einen Eiswürfel oder Gefrorenes in ein Tuch einwickeln und auf den Stich halten. Du wirst sehen, dass der Stich dann zumindest eine Zeit lang Ruhe gibt!

Tipp #3: Spitzwegerich! Die Blätter der Heilpflanze entweder zerreiben und den Saft auf den Stich auftragen oder die Blätter mit einem Pflaster auf dem Mückenstich fixieren. Das Mittel ist also nicht nur gegen Husten, sondern auch bei Mückenstichen, hilfreich!

Tipp #4: Zwiebelsaft. Etwas ekliger, aber nicht weniger effektiv ist der Saft von Zwiebeln. Einfach auf den Moskitostich auftragen und abwarten. Die Schwellung wird vermindert, der Juckreiz wird weniger und die Zwiebel wirkt antibakteriell.

Tipp #5: Essig. Auch Essig gemischt mit einer Prise Salz kann den Juckreiz lindern. Ein Versuch ist es allemal wert!

Tipp #6: Zitronensaft. Weniger geruchsintensiv als Essig oder Zwiebel und trotzdem hilfreich! Du kannst eine ganze Scheibe auf dem Stich fixieren!

Tipp #7: Gänseblümchen. Der Saft des Gänseblümchens wirkt ebenfalls bei manchen Menschen Wunder. Einfach mit den Fingern ein ganzes Gänseblümchen zerdrücken und den Saft auf die betreffende Stelle geben. Am besten mit einem Pflaster fixieren und einwirken lassen.

Tipp #8: Alkohol. Wenn du willst, kannst du auch ein Tuch in Schnaps tränken und auf den Stich halten. Danach solltest du die Stelle mit einer Pflegesalbe, wie Ringelblumensalbe einschmieren!

Tipp #10: Honig. Auch ihm wird eine antibakterielle Wirkung nachgesagt. Einfach ausprobieren – vielleicht ist der süße Nektar ja tatsächlich genau dein Heilmittel!

Tipp #11: Hitze. Ab circa 45 Grad Celsius zerfallen die Proteine im Mückenspeichel. Genau diesen Effekt machen sich beispielsweise die allseits bekannten Mückenstifte wie z.B. Biteaway zu Hilfe. Das kannst du aber auch selber herstellen. Nimm einen Löffel und erhitze ihn, beispielsweise im heißen Wasser. Halte ihn dann vorsichtig auf den Stich. Das hilft in der Regel sehr gut! Die Kunst ist es, die richtige Temperatur zu finden. Nimm am besten einen Wasserkocher mit Temperaturanzeige!

Tipp #12: Schwarzer Tee! Auch er hat eine antibakterielle Wirkung und kann den Juckreiz lindern. Mach dir einfach einen Tee und statt den Teebeutel wegzuschmeißen, drückst du ihn ein paar Minuten auf den Stich. Zu Beginn hast du sogar noch die Hitze, die das Protein im Gift zerstört!

Tipp #13: Quark bzw. für die Österreicher „Topfen“ ;). Er wirkt kühlend und hilft gegen die Schwellung. Ein altbekanntes Hausmittel, das man am besten in ein Tuch gibt und einen Wickel daraus macht!

Tipp #14: Kartoffel. Auch sie kann teilweise eine gute Wirkung zeigen. Ein kleines Stück auf den Stich drücken und am besten fixieren. Du kannst sie auch reiben, dann hält es besser!

Wir hoffen, dass wir dir mit der Liste unserer Tipps eine kleine Hilfe gegen den Juckreiz bieten konnten. Falls du ein anderes Hausmittel kennst oder eines der Mittelchen bei dir besonders gut angeschlagen hat, würden wir uns sehr über deinen Kommentar freuen. Vielleicht hast ja genau du einen Tipp parat, der auch anderen helfen kann!